1-Euro-Jobs - Alternativen sind machbar!

Sie arbeiten an einer Stelle, wo es 1-Euro-Jobs gibt, demnächst eingeführt werden - Oder Sie sind selbst 1-Euro-JobberIn?
Sie erleben, wie in pädagogischen, kulturellen und sozialen Einrichtungen der Druck durch die staatlichen Kürzungen auf (fast) alle ständig wächst?

Als Beschäftigte sollen wir für immer weniger Geld immer mehr leisten – Als Erwerbslose werden wir gedrängt, mit 1-Euro-Jobs ohne Perspektive auf Weiterbeschäftigung die Lücken zu füllen, die die Streichung öffentlicher Mittel gerissen hat und ständig weiter reißt.

Wir mischen uns ein, weil wir der Auffassung sind, es gibt durchaus Möglichkeiten gegen das scheinbar Unabänderliche was zu tun, denn:

Die Gesetze sind von Menschen gemacht und können von Menschen geändert werden.
Es ist kein Naturgesetz, dass der Staat immer mehr verarmt und für Bildung, Kultur, Gesundheit und Renten kein Geld mehr hat
Es ist kein Naturgesetz, dass der erarbeitete Reichtum unserer Gesellschaft nur Wenigen zur Verfügung steht und die Mehrheit ausgebeutet wird und verarmt.

Mit den Hartz-Gesetzen werden Erwerbslose durch Arbeitszwang dazu benutzt, die Löhne radikal zu drücken: Das ist systematische Ausbeutung der Erwerbslosen und der Beschäftigten.
Das schafft keine neuen Arbeitsplätze, sondern beschert den Unternehmen mehr Geld und mehr Macht.
Das wird nur aufhören, wenn wir Beschäftigten und Erwerbslose (mit 1-Euro-Job oder ohne) uns nicht gegeneinander ausspielen lassen, wenn wir dem Wettbewerb um die niedrigsten Löhne, die billigsten Leistungen und die schlechtesten Standards unsere Stärke entgegen setzen:


Die Solidarität zwischen Beschäftigten und Erwerbslosen!
Wir alle – Beschäftigte, Erwerbslose, JobberInnen und 1-Euro-JobberInnen brauchen dasselbe: eine Perspektive für unsere Lebensplanung!

Arbeit muss mindestens Existenz sichernd bezahlt sein!
Arbeit muss frei wählbar sein!
Arbeit muss Arbeitnehmer-Schutzrechte und eine ausreichende Sicherung bei Krankheit, Alter, Erwerbsunfähigkeit und Erwerbslosigkeit sicher stellen!

1-Euro-Jobs erfüllen diese Bedingungen nicht und untergraben die sozialen Sicherungssysteme – sie sind deshalb abzulehnen!

Zeigen Sie Ihre Solidarität:
• Lehnen Sie 1-Euro-Jobs und Billiglöhne an Ihrem Arbeitsplatz ab!
• Unterstützen Sie 1-Euro-JobberInnen an Ihrem Arbeitsplatz durch Information und Qualifizierung!
• Setzen Sie sich für eine Dauerbeschäftigung in einem festen Arbeitsverhältnis ein! Die Arbeit der 1-Euro-JobberInnen ist notwendig – nicht „zusätzlich“!
• Helfen Sie ihnen bei ihren Anliegen und unterstützen Sie ihre Selbstorganisation!
• Verweigern Sie sich den Kontrollen durch BAGIS und Träger!


3 armutsfeste Arbeitsplätze statt 4 1-€-Zwangsjobs: Das Geld ist da!
Es ist nur in den falschen Händen!
ALTERNATIVEN SIND MACHBAR – wenn SIE es wollen – wenn WIR es wollen

Beratung für 1-€-JobberInnen
Mittwoch: 1700 bis 1900 Uhr
Solidarische Hilfe e.V.
Doventorsteinweg 45 (ggüb. Arbeitsagentur)
Tel. : 16 53 791


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